Ich habe die Ziele in meinem Leben mit Hilfe der wichtigen Entscheidungen, die ich getroffen habe, erreicht. Und ich habe vor, dies auch weiterhin zu tun.
Die Zusammenarbeit mit den Menschen in meiner Umgebung ist immer einer der wichtigsten Faktoren beim Gelingen meiner Projekte gewesen. Alles ist möglich! Jedenfalls, wenn man die richtigen psychischen Voraussetzungen und den Willen zur Zusammenarbeit mitbringt.
Hier ist meine Geschichte:
Schon als 5-Jähriger begann ich, Fußball zu spielen, und meine Begeisterung für das Spiel mit dem runden Ball war sofort geweckt. Als Kind spielte ich in einem kleinen Club für Arbeiter, Horsens Freja, der immer noch ein großartiger Club mit vielen warmherzigen Menschen ist.
Mit der Zeit wurde mir klar, dass mein Talent weit mehr hergab, deshalb wechselte ich als Jugendlicher zum größeren Fußballclub der Stadt, damals Horsens FS, der heute unter dem Namen AC Horsens bekannt ist. Ich verbrachte viele schöne Jahre in diesem Club, wobei der sportliche Höhepunkt meine Zeit in der besten dänischen Jugendmannschaft war.
Nach ein paar Jahren als erwachsener Spieler stellte ich fest, dass meine Technik doch nicht ausgereift genug war, um auf dem höchsten Mannschaftsniveau zu spielen. Hingegen ließen meine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Sprinter und meine Einwürfe das Publikum Mund und Augen aufreißen. Deshalb fasste ich Mitte der 90er Jahre einen Beschluss, der von entscheidender Bedeutung für meine Zukunft war.
Ende 1996 begann ich im Alter von 20 Jahren, Leichtathletik zu trainieren. Ich wusste, dass ich auf einem Fußballfeld schnell laufen konnte, aber war das ausreichend für einen Leichtathleten?
Bei einem der ersten Wettkämpfe Anfang 1997 besiegte ich in Esbjerg einen der Kandidaten für die Nationalmannschaft auf 200 Metern, so dass sich allmählich der Eindruck einfand, dass hier der Grundstein zu einer Karriere gelegt worden war. Im selben Jahr wurde ich in die dänische 4-x-100-m-Staffel aufgenommen, und bis 2002 gehörte ich zur dänischen Leichtathletik-Nationalmannschaft. Ich nahm in dieser Zeit an Wettkämpfen im 100 m- , 200 m- und 400 m-Lauf sowie an der 4-x-100-m-Staffel und der 4-x-400-m-Staffel teil.
Als Sprinter hatte ich unheimlich viele großartige Erlebnisse, sowohl sportliche Erfolge als auch Reisen in weiten Teilen Europas. Im Jahr 2000 wurde ich zusammen mit meinen 3 guten Mannschaftskameraden aus dem Club Århus 1900 – Anders, Kim und Klaus – Europameister in der 4-x-400-m-Staffel für Clubs in Paris. Das war ein erhebender Augenblick voll starker Gefühle.
2002 begann mit persönlichen Bestzeiten auf der 100-m- und der 200-m-Strecke und versprach somit, ein fantastisches Jahr zu werden. Und dennoch schien irgendetwas zu fehlen. Damals trainierte ich allein, und ich hatte ansonsten immer gefunden, dass es spannender war, mit anderen zusammen Erfolge zu erzielen. Deshalb beschloss ich, auf eine andere Sportart umzusatteln, bei der man SEHR viel mit anderen zusammen arbeitete.
Im Sommer 2002 wurde ich in das dänische Bobteam aufgenommen. Ich hatte IMMER Angst beim Achterbahnfahren, deshalb sah ich der ersten Bobfahrt im Oktober 2002 mit bangen Gefühlen entgegen.
Als es endlich so weit war, empfand ich es als noch viel verrückter, als ich erwartet hatte. Aber schlecht wurde mir nicht, und nun war ich ein richtiger Bobpilot. Bobfahren ist ein irrer Sport, bei dem man Höchstgeschwindigkeiten von 130 bis 150 km/h erreicht. Wenn etwas schief geht, kann es zu schlimmen Verletzungen kommen.
Das höchste Ziel für unsere Bobmannschaft war, uns für die olympischen Winterspiele 2006 in Turin zu qualifizieren. Die 4 Jahre auf dem Weg zu diesem Ziel erwiesen sich als ausgesprochen hart, es gab ernste Verletzungen, Brand, Tod und Teufel. Unser Motto lautete: „Everything is possible“, und wenn man es im Licht der extremen Hindernissen betrachtet, die zu überwinden uns gelang, meine ich, dass wir diesem Motto während der 4 Jahre in jeder Weise gerecht wurden.
Bei meinen Vorträgen fragen die Leute mich oft, wie es uns unter dem extrem harten Druck gelungen ist, zusammenzuarbeiten und den Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren. Ich habe als Bobsportexperte sowohl auf Eurosport und in der Sendung „Guten Morgen Dänemark“ des dänischen Senders TV2 mitgewirkt. Bei den olympischen Winterspielen 2010 habe ich für das dänische Radio als Kommentator gearbeitet. Wenn Sie etwas über den Bobsport wissen möchten, dürfen Sie mich gern fragen.
Im Jahr 2004, während ich noch Bobfahrer war, hatte ich plötzlich folgenden Einfall: „Wenn ich so gut im Einwurf beim Fußball bin, warum sollte ich das nicht auch anderen Leuten beibringen können?“
Klar konnte ich das! Ich suchte im Internet, und zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass es keine Homepages oder Literatur zum Thema Einwurftraining gab. Im Lauf eines halben Jahres entwickelte ich einen Einwurfkursus und kontaktierte hiernach den Superligaclub Viborg FF und den Trainer Ove Christensen. Er stimmte zu, und nach kurzer Trainingsdauer hatten die 5 ausgewählten Spieler sich deutlich verbessert.
Also – es funktionierte!
In diesem Jahr erreichte der Viborg FF als fünftbester Club seinen besten Tabellenplatz. Obwohl ich nur einen kleinen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet hatte, freute ich mich jedes Mal, wenn nach einem besonders weiten Einwurf ein Tor geschossen wurde.
Seit ich als Einwurftrainer angefangen habe, habe ich über 500 Profi- , Amateur- und Nachwuchsspieler trainiert, darunter Spieler der Superligaclubs FC Midtjylland, Silkeborg und Randers FC. Außerdem hatte ich einige ganz spezielle Aufgaben als Trainer. Z.B. habe ich im Ausland mit deutschen Nachwuchsspielern und im Gefängnis von Ostjütland mit Inhaftierten trainiert.
Mein größtes Ziel ist, als Einwurftrainer mit den Spielern der großen europäischen Ligen zu trainieren. Die Premier League und die Bundesliga gehören zu meinen Träumen. Und ich bin sicher, dass ich dieses Ziel erreichen werde.
Irgendwann im Jahr 2008 kam mir der Gedanke, dass es toll wäre, den weitesten Einwurf der Welt zu schaffen. Das wäre doch super, so etwas im CV stehen zu haben. Der offizielle Guinness Weltrekord ™ lag bei 48,17 m, und ich kam zum damaligen Zeitpunkt bei einem gewöhnlichen Einwurf auf ungefähr 44 m.
Im Internet sah ich, dass jemand einen Salto-Einwurf praktizierte. Das wollte ich unbedingt auch probieren – die besondere Herausforderung bestand allerdings darin, dass ich keinen Salto machen konnte!
Nach etwa 2½ Jahren Training, einigen alternativen Mitteln und mehreren Rekordversuchen, u.a. beim Fußballländerspiel zwischen Dänemark und Spanien im Stadion „Parken“ und beim Spiel Hertha Berlin gegen Wolfsburg im Berliner Olympiastadion, gelang es mir am 18. Juni 2010 endlich, den Weltrekord zu überbieten. Mein offizieller Guinness Weltrekord ™ liegt bei 51,33 m (hier können Sie ihn sehen).
Im Zuge meiner Rekordversuche habe ich ca. 100.000 DKK für JDRF, den dänischen Fonds für Diabetesforschung, eingesammelt.